BÜCHER


UNWESEN
Katha Schulte

Roman

Erscheint am 11.10.2010

ISBN 978-3-941978-02-7

152 Seiten
16,90 EUR
28,00 CHF

Bestellungen unter:
bestellung@hablizel-verlag.de

Es hat mal eine Zeit gegeben, da sagte jemand zu mir, du musst dein Leben ändern, das war ich selbst. Das war Ende der Neunziger. Ich änderte damals mein Leben nicht.

Grundsatzfragen einer Frau Anfang dreißig: Die alten Verweigerungshaltungen taugen nicht mehr – mit wem soll man sich verbünden? Das Studium vor Jahren hingeworfen, hängt sie wieder mal einen Job an den Nagel. Ausgerechnet in Hagenbecks Tierpark beginnt für die namenlose Ich-Erzählerin von Neuem die Suche nach einem gesellschaftlichen Wir und führt bis an die Grenzen des Geistes. Dann macht ihr Herz nicht mehr mit, sie steht allein da und muss sich für eine Transplantation entscheiden. Zoo und Krankenhaus – von den Rändern des zivilen Lebens her verändert sich der Blick auf die Welt. Was aber, wenn durch das neue Organ bisher ungeahnten Möglichkeiten Tür und Tor geöffnet wird?

UNWESEN ist ein Roman über das Anderssein, ein Buch über Unsicherheitsdenken und das Leben als ungebundener Mensch und über die Zukunft, erzählt als realistisch-phantasmagorische Reflexion.

Spuckeweb

SPUCKE
Wolfgang Frömberg

Roman

Erschienen am 26.10.2009

LESEPROBE

ISBN 978-3-941978-00-3

224 Seiten
14,90 EUR
28,00 CHF

Bestellungen unter:
spucke@hablizel-verlag.de

“Soll ein Schriftsteller sich etwa dafür entschuldigen, dass er ein Leben hat?”

Förster hat großen Hunger und eine Menge Durst. Er will wissen, was die Kunst mit seinem Alltag zu tun hat. Verfolgt von Gedanken und Romanfiguren verschiedener Schriftsteller, die er als Journalist interviewt, begibt er sich auf die Spur der eigenen Geschichte. Gemeinsam mit gut informierten Freunden plant er eine widerständige Aktion in der Spucke-Redaktion, um angestautes Wissen in die Tat umzusetzen. Doch die Zombie Nation schläft nicht…

Ein brisanter und raffiniert konstruierter Bildungsroman über einen Kopfarbeiter, dessen Vater noch mit den Händen ans Werk ging.

Pressestimmen

»Sisyphoshaft wälzt er immer wieder die großen Kritikerbrocken wie Remythologisierung des Nationalen und Ausbeutung der Unterschicht jenen Renditeberg hinauf, den alles andere um ihn her fröhlich herunterdonnert. “Spucke” ist durchaus Bekenntnisliteratur, aber das vom Feinsten.«
Oliver Jungen, Frankfurter Allgemeine Zeitung

»Frömbergs Erzähler legt falsche Fährten, spielt die Protagonisten gegeneinander aus, wechselt rasch die Perspektiven und findet immer wieder eine Metaebene, wo wir keine erwarten. Das macht seinen Roman stark …«
Jörg Sundermeier, Intro

»Wie Frömberg seine Schnitte setzt, das macht die Sache spannend. Uns fällt kein junger Autor ein, dem es gelänge, so schlüssig und nonchalant von einer Deadline-Szene im vollgerammelten Redaktionsbüro – das ganze Elend des Kulturbetriebs läßt grüßen – zum Porträt des autoritären Vaters zu wechseln. Der ist als Arbeiter einer Traktorenfabrik in Wittenberge aus der DDR geflohen, in den Kölner Ford-Werken zum Werkmeister aufgestiegen, ein Kettenraucher, Streikbrecher und Fußballfanatiker. Toll gemacht! – eben nicht SPEX-cool. Der Autor ist auf gutem Wege, den Kölner Realismus mit neuem Leben zu füllen.«
Schröder & Kalender, blogs.taz.de

»Wer die Entwicklung des deutschen Pop und der “Zombie Nation” verstehen möchte, wird um dieses Buch nicht herumkommen.«
Berthold Seliger, konkret

»Mit „Spucke“ ist eines der besten Bücher der deutschen Popliteratur zu haben.«
Vera Mayer, librithek

»Förster ist (…) ein Mann des Übergangs und deshalb als Romanfigur so ergiebig. Um ihn herum zieht Frömberg einen konzentrischen Kreis der Romanerzählung nach dem anderen. Neben Begegnungen mit Vater, Mutter und eigener Familie beinhalten die die Treffen mit hochinteressanten Schriftstellern: Jörg Schröder, Barbara Kalender, Bret Easton Ellis, Chuck Palahniuk. Sie alle aber klammern noch einige der aufschlußreichsten, leidenschaftlichsten Unterhaltungen ein, die, mit Verlaub, jemals in einem Roman, der auch von Popmusik handelt, gedruckt wurden. Walter Förster führt sie mit dem Sänger Ali Specht. Specht ist so etwas wie der Lord Byron in diesem Roman. Wie er und Förster um die Liebe, die zur Musik und die zum richtigen Leben, streiten, das war so noch nirgendwo zu lesen. Wunderschön.«
Kristof Schreuf, junge Welt

»Unaufdringliche, aber klassenbewusste Beschreibung einer prekären Autorenexistenz, ohne in flache Popbefindlichkeiten abzurutschen.«
Julian Weber, taz

Wolfgang Frömberg im Gespräch mit Vivian Perkovic in der Sendung Süpermercado auf WDR Funkhaus Europa

Lesung & Interview mit Wolfgang Frömberg in der ARD Mediathek

»Spucke ist natürlich die SPEX und mit ein wenig Grübeln wird schnell deutlich, welche Klarnamen das Romanpersonal trägt. Trotzdem ist Frömbergs Text kein Schlüsselroman geworden, sondern bündelt ortlos gewordene Debatten aus der Endphase der Kölner Zeitschrift vor ihrem Umzug nach Berlin. Die beginnende Nationalisierung von Pop im Namen der Standortaufwertung und die Verschiebungen im Geschichtsbild der Berliner Republik in Richtung Schlussstrich durchziehen den Text aber nicht als frei flottierende Diskursfetzen, die als Basismaterial für einen Remix auf Textebene dienen, sondern finden einen Anker in all den Widersprüchen, denen sich Frömberg und sein Alter Ego Walter Förster täglich ausgesetzt sehen. (…) Die eigene Kreativität kann man nicht bestreiken. Nach der Lektüre von „Spucke“ mag man hinzufügen: Zum Glück.«
Christian Werthschulte, Skug

»Der ehemalige „Spex“- Redakteur Wolfgang Frömberg schafft es, kein glattes, amüsantes Stück sattsam bekannter Popliteratur zu schreiben, sondern einen sehr lesenswerten Roman mit einem Protagonisten aus Fleisch und Blut. Dies ist der erste Roman im neu gegründeten Verlag von Markus Hablizel. Wir wünschen ihm noch viele solcher Bücher.«
Axel Stadtländer, Kulturprodukt

»Spucke ist ein kluger, verschachtelter Poproman mit Anspruch, dem es nicht um die „Wer-mit-wem“-Frage geht, sondern um das große Ganze und Wahrhaftigkeit in der Popwelt.«
Radio Fritz